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So, Aug 11, 2013

Wenn Traurigkeit ansteckt

Es gibt Menschen die würden sagen dass ein Christ eigentlich nicht traurig zu sein hat; und das man mit Mut und mit Kraft voran geht im Leben und dass man eine starke Rolle, bzw. auf eine Weise eigentlich immer stark sein sollte und könnte. Wer in sogenannter Armut lebt, hat vielleicht den Segen des Herrn nicht unbedingt ergriffen, wer traurig ist, hat wiederum bestimmte Dinge nicht ergriffen. Das ist so die Meinung die da so ein bisschen rumgeht. Doch ist das wirklich so?
Duration:32 mins 28 secs

Predigt der Nordlichtlichtinsel-Gemeinde
gesendet über Gemeindesaal
Wenn Traurigkeit ansteckt                                                                                     gepredigt am 11.August 2013
Prediger: derLöwe

Wenn Traurigkeit ansteckt

Wir packen heute einmal ein relatives Thema an. Es geht ein wenig um unsere liebe kleine Seele. Die doch manches Mal von einer gewissen Traurigkeit geplagt werden kann. Und es gibt Menschen die würden sagen dass ein Christ eigentlich nicht unbedingt so traurig zu sein hat; und das man mit Mut und mit Kraft voran geht im Leben und dass man eine starke Rolle, bzw. auf eine Weise eigentlich immer stark sein sollte und könnte.

Wer in sogenannter Armut lebt, hat vielleicht den Segen des Herrn nicht unbedingt ergriffen, wer traurig ist, hat wiederum bestimmte Dinge nicht ergriffen. Die Bibel gibt aber da ein anderes Bild. Es ist richtig das Gott möchte dass es seinen Kindern gut geht, es ist richtig, das er aus dem 5.Buch Mose den Segen gibt in allen Bereichen, und es ist richtig dass diese Dinge, der Segensreichtum der Menschen, dass diese Dinge von Gott kommen.

Daraus wird dann meistens der Reziprok geschlossen, wer in Armut lebt, wer in Traurigkeit lebt, wer in inneren Zwiespalt lebt, ist nicht so nah bei Gott dran. Sondern eher etwas differenzierter, wenn nicht sogar relativ fern. Oder, noch interessanter, ist voll heimlich geplagter Sünde.

Dadurch kann natürlich ein fürchterlich intensiver Druck aufgebaut werden. Ein Druck der über das persönliche Leben einen ungebührenden Druck auslöst. Und dieser ungebührende Druck bringt einen irgendwie nicht näher zu Gott. Denn man hat dann irgendwie das Gefühl als würde etwas im eigenen Leben nicht stimmen und das Gott sich so differenziert hat und sich entfernt hat, dass der Segen des Herrn nicht ausgeschüttet wird oder werden kann.

Man muss sich mehr anstrengen, man muss mehr glauben und viele weitere exegetische Übungen machen, um dann in den Segen des Herrn hinein zu kommen.

Was, wenn das die Wahrheit ist? Dann wäre Paulus wenig gesegnet. Dann wäre Jesus vielleicht auch äußerst wenig gesegnet. Denn Jesus zeichnete sich auch nicht aus durch ein unglaubliches Vermögen. Auf das König Herodes neidisch hingeschaut hat. Selbst die Eltern von Jesus mussten arbeiten und konnten es sich nicht erlauben sich zurück zu lehnen und nichts zu machen.

Offensichtlich war Josef weiterhin Zimmermann gewesen und hat dann für die Aufwendung seiner Arbeit Geld empfangen müssen um seine Familie durch zu kriegen.

Ja, so war das damals. Aber Paulus wiederum hat selber Erfahrungen gemacht die ihn in Armut gebracht haben, die ihn in hohe Bedrängnis gebracht haben, die ihn in große Traurigkeit gebracht haben.

So eine Traurigkeit dass er im 2.Korintherbrief bei den Leuten fast entschuldigt hat dafür dass er so traurig gewesen ist. So ein bisschen aus Angst heraus dass er mit der Traurigkeit die anderen angesteckt haben könnte, die er empfunden hat als er ihnen geschrieben hat. Und er hatte Angst dass die Traurigkeit so ein bisschen überschwappt.

Und das finde ich sehr interessant, dieses Traurigkeit überschwappen, also den anderen praktisch damit anstecken, das erlebt man ja recht häufig. Wenn da irgendwie eine Gruppe zusammen ist und dann kommt ein Stinkepeter da rein und fängt an rum zu stänkern oder seine schlechte Laune zu verbreiten oder sonst irgendetwas. Dann passiert genau das, wie das Wort es schon sagt-verbreiten- dann steckt das alle möglichen Leute an.

Offenbar hat das früher auch schon so funktioniert und Paulus hat darauf reagiert und schrieb dann diese netten Zeilen im 2.Korintherbrief.

2.Korinther 2 Verse 1-5

 Ich habe aber bei mir selbst dieses beschlossen, nicht wieder in Traurigkeit zu euch zu kommen. Und eben dieses habe ich [euch] geschrieben, auf dass ich nicht, wenn ich komme, von denen Traurigkeit habe, deren ich mich freuen sollte; indem ich euch allen vertraue, dass meine Freude die euer aller ist Denn aus vieler Drangsal und Herzensangst schrieb ich euch mit vielen Tränen, nicht auf dass ihr traurig gemacht werden solltet, sondern auf dass ihr die Liebe erkennen möchtet, die ich überschwänglicher zu euch habe. Wenn aber jemand traurig gemacht hat, so hat er nicht mich traurig gemacht, sondern in gewissem Maße (auf dass ich nicht beschwere) euch alle.

 

Ich finde das sind sehr interessante Verse von Paulus. Wo er sich eigentlich sehr stark offenbart und mitteilt dass die Menschen durch seine Traurigkeit angesteckt werden können und dass er das eigentlich nicht will.

Sondern er möchte den Menschen mit Ehrlichkeit, selbstverständlich, und mit Liebe, selbstverständlich, begegnen. Aber die Bedrängnis und die Herzensangst, so wie er das beschrieben hat, haben ihn einfach übermannt. Und ich denke wir sind uns alle recht einig, das Paulus ein sehr kraftvolles und lebendiges Leben geführt hat.

Er hat wahnsinnig viele Menschen berührt, hat wahnsinnig viele Menschen erreicht. Hat selbst eine Begegnung mit Jesus Christus gehabt. Die ihn, so vermutet man, vielleicht das kleine Augenleiden gebracht hat; wo er dann geschrieben hat, ich weiß dass einige von euch mir ihre Augen geben würden.

Er ist ja geblendet worden, als er vor Damaskus gewesen ist, durch das Licht Jesu. Hat dann sein Augenlicht komplett verloren. Und dann ist Hananias hin und sollte dann für diesen Mann beten; und es fiel ihm wie Schuppen von den Augen. Da bleibt jetzt offen ob er sein Augenlicht zu 100% wiederbekommen hat oder nicht. Oder ob er vorher schon ein bisschen was an den Augen hatte und dann praktisch der alte Zustand wieder hergestellt wurde. Wir wissen es nicht.

Aber es gibt Hinweise darauf. Als er z.B. geschrieben hat, ich selber habe diesen Brief unterschrieben. Sehr interessant, also ich gehe davon aus dass da ein bisschen was übrig geblieben ist, oder das schon vorher etwas war und der alte Zustand lediglich wieder hergestellt wurde durch Hananias.

Hebr.5 Vers 12

Denn da ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, bedürfet ihr wiederum, dass man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die der Milch bedürfen und nicht der festen Speise.

 

Aber Paulus der die Menschen gemahnt hat, dass er ihnen eigentlich Fleisch geben wollt, zu ihrer geistlichen Entwicklung, aber ihnen immer wieder Milch bringen muss. Immer wieder die grundsätzlichen Lehren des geistlichen Weges darlegen musste. Das heißt die Lehre vom Kreuz, die Lehre von Buße, die Lehre von Handauflegen, die Lehre vom Tod und der Wiederauferstehung Jesu Christi und den daraus resultierenden Konsequenzen. Und immer wieder diese Reue um Buße usw. Das ist für ihn so das Anfängerkapitel gewesen. Und er sagte sehr deutlich, eigentlich wollte ich euch Fleisch geben, aber ihr braucht immer noch eure Milch, was sehr schade ist.

Dann bedauerte er auch noch, ihr seid noch nicht Väter in Christus geworden, was ihr hättet eigentlich schon längst sein sollen. Er war ein sehr ehrlicher Mensch, fast so direkt wie Petrus, und hat dann auch in diesem seine Ehrlichkeit bewahrt.

Dieses Rüberbringen, das andere praktisch in der Gruppendynamik mit empfinden was andere empfinden. Er wusste offenbar um dieses Geheimnis und hat dann versucht natürlich eine gewisse Disziplin aufzubringen. Er wusste, ich bin traurig, ich will die Leute nicht anstecken.

Man kennt das so aus dem Leben, wenn dann die Leute irgendwie schlecht drauf sind und irgendjemanden dann suchen den sie greifen können. Und dann dort ihren Unmut auslassen, und dort dann ihren Zorn auslassen und an irgendwelchen alten Dingen festhalten und immer wieder drauf rumrödeln. Das ist in etwa wie, Menschen die etwas Komisches erlebt haben oder böse Dinge erlebt haben, dann kann z.B. – das ist ein rein psychologischer Vorgang-eine Heilung nicht stattfinden, wenn das Opfer sich als etwas Besseres fühlt als der Täter.

Das ist sehr interessant, d.h. wenn das Opfer irgendwie denkt, der Täter ist ein Arsch, oder er ist dies oder das und bleibt bei dieser Haltung und das ist jetzt nicht der seelische Ausdruck beim Aua-Schreien, weil man sich mit der Seele auf den Bart gelegt hat oder gegen einen Baum gelaufen ist. Das heißt nicht in dem eigentlichen Schmerz sondern wenn der eigentliche Schmerz vorbei ist, und dann an diesen Dingen weiter festgehalten wird, dann stellt sich ganz furchtbar schlecht eine Heilung ein.

Dann hört man halt ab und zu mal dass man dem Täter dieses oder jenes wünscht, ihn praktisch auch verwünscht, dem soll dies und das passieren. Oder einem Täter passiert etwas fürchterlich Schlechtes. Und das kenn ich tatsächlich aus dem praktischen Leben, eine Frau hat ihren Kindern nicht unbedingt gut mitgespielt und dann ist ihr da etwas fürchterlich Schreckliches passiert und ihre Tochter sagte dann, ja, das hat sie auch verdient.

Sowas hat niemand auf der Welt verdient, aber sie hat es verdient. Wo dann der ganze Schmerzschrei der alten Zeit, auch noch nach vielen Jahren immer noch dazu veranlasste den Täter zu verwünschen. Was ist das für eine Härte? Eine Härte die dann sagt, der oder die haben für ein solches Verbrechen was da geschehen ist, so etwas verdient. Ehrlich gesagt ist man damit wenig besser als der Täter. Weil, man wünscht jemanden einen solchen tiefen Schmerz, wie man das vielleicht selber erlebt hat. Und damit ist man eigentlich auf derselben Ebene.

Aus Mangel an Möglichkeiten ist da wenig passiert, aber man hat das Wollen und das Zutun des Bösen auf eine andere, aber dennoch auf derselben boshaften Seite, was man dem anderen wünscht.

Das eine ist die Tat die der Täter getan hat, und wenn man dann dem Täter das Gleiche, Auge um Auge und Zahn um Zahn, zurück wünscht dann kann die Seele auch keine Ruhe finden. Weil man immer in diesem Rachegefühl hängt.

Weil man immer wieder auf der negativen Seite bleibt. Das große Geheimnis des Loslassens und dem nicht vergiften seiner Umwelt, bedeutet natürlich ein hohes Maß an Wille und Disziplin. Es ist sehr leicht mit Rachegedanken und Rachegefühlen zu agieren und zu arbeiten, weil diese Art von Emotionen, und ich meine jetzt nicht in dem ersten fall der Emotionen. Das heißt, ich fall hin, stoß mir mein Knie und dann tut es weh, dann blutet es, dann schrei ich ganz dick aua. Und die folgenden Reaktionen sind und bleiben Reaktionen, Affekt, Effekt und so weiter, Kausalität.

Wenn ich aber fünf Jahre später da immer noch dran festhalte das ich mich da auf die Klappe gelegt habe und dann eine Neurose gegen jeden Bürgersteig oder so was entwickele, dann ist es eigentlich über das Ziel hinaus geschossen. Und ich denke das wird auch jeder irgendwie bestätigen können.

Jeder versteht es, wenn jemand hinfällt tut es erst mal weh, dann tut es richtig weh und es tut auch mal lange weh. Aber wenn man nach fünf Jahren immer noch eine Neurose gegen Bürgersteige hegt, dann wird es komisch.

Und wenn man nach fünf Jahren an diesem Jahrestag immer noch schreit und weint; und der Fuß ist abgeschwollen, dann ist es doch irgendwie komisch, oder?

Wenn natürlich ein Band gerissen ist im Fuß, dann heilt sich das in gewisser Weise selber, dann funktioniert der Fuß nicht mehr so wie er früher funktioniert hat, aber es pendelt sich wieder ein.

Das weiß ich aus eigener  Erfahrung, ich habe durch den Kampfsport einige Bänder- und Muskelfaserrisse schon hinter mir. Es funktioniert dann wieder, nur nicht mehr ganz so gut wie vorher.

Und wenn wir die natürliche Heilung nicht zulassen, dann bedeutet dass, wenn man mit dem Fuß umknickt, dass man immer wieder den Fuß selbstständig, abends auf dem Sofa oder auf dem Sessel dreht und sich dann den Schmerz anguckt und sich dann nicht selber verflucht sondern weiterhin den Bürgersteig verflucht.

Traurigkeit, Angst, Herzensangst, das kann einen Menschen überkommen. Paulus reagiert ebenfalls darauf.  Ich empfinde, das Paulus hier im 2. Korintherbrief im Kapitel 2 was ich eben vorgelesen habe, einfach sehr, sehr ehrlich ist.

Da wird gesagt, ja, die Traurigkeit ist da und ich hab euch angesteckt damit, das hat über gegriffen. Wenn ich weiß dass ich plaquickig bin, dann sehe ich zu das ich den Mund halte, aber irgendwo hin zu gehen und dann die Stimmung zu versauen und dann seinen Ärger zu überspülen auf die anderen Menschen, das ist das was dem Paulus wohl passiert ist mit der Traurigkeit. Und wo er gemerkt hat welche Kraft in der Traurigkeit gelegen hat die e empfunden hat und wie sie auf die anderen rüber gekommen ist.

Er hat dann da in die Selbstdisziplin gegriffen und gesagt, nö, das war jetzt nicht so prall gewesen, ist danebengegangen usw.

Deswegen kann ich das jetzt nicht erkennen, wenn wir dieses nehmen oder auch Jesus selber. Im Garten Gethsemane, oder als er da fürchterlich plaquig geworden ist als sie denn Tempel zur Messe gemacht haben – koschere Kuh, koschere Kuh, fünf Euro – das fand er weniger lustig.

Und da fragt man sich natürlich, na ja, ist der Christ immer gut drauf? Ist der Christ immer fit, fromm, fröhlich und frei? Woher kommen Eifersucht , woher kommen diese negativen Gefühle? Sein wir doch mal ehrlich, wir sind doch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden. Vom Prinzip her sind wir alle nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden.

Und auch Gott schreibt, oder lässt schreiben, oder hat schreiben lassen, - um das Plusquamperfekt zu vervollständigen – dass er eifersüchtig gewesen ist, dass er zornig geworden ist, dass er dies, dass er jenes, dass er also durchaus in der Lage ist Dinge so zu empfinden wie er sie empfunden hat, nämlich negativ.

Dass er die Fresse voll hatte und das er gesagt hat, jetzt wird ich erst mal die ganzen Leute hier, blubb, blubb, blubb, weg machen. Aber Noah und seine Konsorten haben natürlich das Vorrecht genossen rein zu gehen in die Arche. Und auch hier bei diesem Kapitel stoßen dann wieder ein paar Glaubensgeschwister auf und stellen die Bibel als relativ unwahr hin.

Sagen dann, ja, an der Geschichte mit der Arche Noah ist ja so irgendwas nicht so ganz richtig. Wie viel hat Noah denn nun mitnehmen sollen? Zwei Viecher oder sieben Viecher? Was war das denn nun? Siehst du wenn das so ist, wo Gott sich dann auch  noch selber widerspricht, wer weiß, vielleicht ist die Prädestination nach Augustinus und Calvin doch richtig. Und der Mensch ist entweder berufen in den Himmel oder in die Hölle zu gehen. Ich mein, es klingt jetzt weit hergeholt, aber letztendlich ist es so. Das machen Leute so.

Und für den großen schweren Ausnahmefall dass irgendjemand irgendeinen kennt, der vielleicht mal so etwas denken könnte, wollen wir das mal ganz kurz aufdröseln.

Als Gott gesagt hat, hier Noah von jedem Vieh zwei, dann müsste man einfach mal lesen was in der Bibel steht: Dann sagte Gott, von den reinen Viechern  sieben Stück und von den unreinen auch, das heißt er hat nicht alle Tiere gemeint. Er ist nicht hingegangen, oh, zwei dürften eigentlich reichen. Männlein und Weiblein und die können ja dann, ihr wisst schon, und dann sind ja wieder neue Viecher da. Ach, nee, zwei sind ja vielleicht doch zu wenig, lass mal nachrechnen. Gabriel Hol mal den Taschenrechner her. Kann ja wohl nicht wahr sein, ich glaub ich hab mich da irgendwie vertan. Und dann: Noah, komm mach sieben, mach sieben.

So ist das ja nicht gewesen. Er hat ja gesagt, von den reinen nimmst du sieben. Und die reinen wurden ja nun für die Opfer gebraucht in dem Tempel. Also es ist, kauf davon Nägel, davon Nägel, davon Nägel, aber von den Nägeln dahinten holst du sieben Stück. Das heißt ja nicht, dass die anderen Nägel wovon man zwei holen sollte, dann irgendwie auf einmal falsch ist. Oder dass es ein Widerspruch in sich ist.

Diese Emotionen die Gott halt auch hat. Und wir, die nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, bräuchten jetzt eigentlich nicht zu denken das Zorn, Wut oder sonst irgendetwas in dieser Art und Weise oder Eifersucht, direkt ein Geschenk aus der Hölle sind.

Der Umgang mit diesen, den gilt es zu lernen. Aber nicht nur in der Christologie. Das muss der Atheist, der gläubige Atheist, genauso lernen. Wie geh ich mit meinen Emotionen um? Wie weiß ich wie meine positive oder negative Kraft auf andere wirkt?

Und da hat uns Paulus selber das Beispiel gegeben. Im 2.Korinther 2, da steht es drin. Das er dann gemerkt hat das seine Traurigkeit fürchterlich ansteckend gewesen ist und er dann gesagt hat, das möchte ich so nicht wieder tun.

Also können wir eigentlich, eigentlich, -wenn nicht so viel Frömmigkeit hinten dran stecken würde in dem Besen den ich mir gestern in den Hintern geschoben habe – dann könnten wir relativ entspannt sein, wenn wir auch Ungerechtigkeitsempfinden bei uns verspüren, wenn wir ein gewisses Maß an Eifersucht empfinden, wenn wir über manche Dinge Ärgerlich sind, auch bei uns selber.

Liebe deinen Nächsten wie dich selber, das heißt nicht du sollst idiotischer Weise, oder dummer Weise alles toll finden was der blöde Idiot von Nachbar gemacht hat, mal wieder dir vor die Haustür gekackt, oder sonst irgendetwas, weil du deine Mucke so laut aufgedreht hast. Oder alá Nelson, in die Tüte gepackt und angezündet und du trittst es aus, da musst du Gott nicht für danken.

Oh Herr, danke, dass man mich überfallen hat, oh Herr, danke dass man mich beklaut hat, oh Herr, danke, dass man mir vor die Tür gekackt hat. Selbstverständlich wird ich sauer wenn mir jemand vor die Tür kackt, ist auch normal. Aber ob ich demjenigen gleich eine in die Fresse brettern muss oder nicht, das steht zur Diskussion.

Ob ich, wenn ich Wut habe über irgendetwas, ob ich dann die Wut an anderen auslasse, das steht zur Diskussion. Ob ich, wenn ich schlechte Laune habe, meine schlechte Laune auf andere auskippe,  das steht zur Diskussion.  Ob ich, in meiner Eifersucht, anfange andere zu manipulieren und zu kontrollieren, das steht zur Diskussion.

Ob ich in meiner Wut blind bleibe und alles erniedrige und diskriminiere und schlecht rede was irgendwie mit dieser Liga oder der Gruppe zu tun hat, das steht zur Diskussion. Es heißt ja Umgang mit den Emotionen, dass ist das Wichtige. Nicht die Emotionen ausschalten, nicht die Emotionen töten. Oder irgendwie den ganzen Tag mit dem Hallelujagesicht in der Gemeinde rumlaufen, wie schon oft erwähnt, wie der Pastor nach dem Gottesdienst zu seiner Frau sagt, Schatz, kannst aufhören zu lächeln, wir sind wieder zu Hause.

Das ist normal, das gehört zum Leben dazu. Was wir lernen dürfen ist der Umgang damit. Und dafür haben wir Christus natürlich, da haben wir den Heiligen Geist und da haben wir Gott, der all diese Gefühle sehr gut verstehen kann.

Jesus, wenn er nicht Angst verstehen kann, wenn er nicht Verachtung verstehen kann, ja wer denn dann? Wenn die Jesaja Rollen sagen das Jesus der Verachtetste unter den verachteten gewesen ist. Das heißt, das Mobbingopfer von den Mobbingopfern. Jemand der solch eine Angst verspürt dass er Blut schwitzt. So viel Angst hab ich noch nicht gehabt.

Unser Hohepriester, Jesus Christus, in allem versucht worden, kennt all diese Emotionen. Und offenbar waren diese Emotionen keine Sünde. Denn wenn es Sünde gewesen wäre, wäre das Opfer am Kreuz nicht möglich gewesen. Denn es musste ein Lamm sein, lammfromm, das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinweg trägt, sagte Johannes der Täufer. Das Opfer wäre nicht vollkommen gewesen.

Er musste sündfrei sein, so sündfrei das noch nicht einmal die Erbsünde an ihn rankommen durfte. Daher die Jungfrauengeburt. Also, wenn wir darüber nachdenken und uns unsere Emotionen angucken, dann brauchen wir die nicht verfluchen, zu verdammen oder zu verteufeln. Sondern miteinander lernen, mit dem Geist Gottes lernen Stück für Stück die Gefühle in einem Rahmen zuzulassen, der sich nicht auf andere, und vor allem auch nicht für sich selber schädlich auswirkt.

Und wenn man dann diesen reifen Umgang gelernt hat, dann bleiben diese negativen Gefühle auch nicht in einem drin. Sondern man lernt seinen Gefühlen einen Ausdruck zu verleihen der gesund ist. Wir lernen aus Erfahrung, genau wie Paulus es gelernt hat. Und mit diesem Gedanken schließe ich heute. Freut euch über eure Gefühle, lebt sie, habt Spaß daran, lasst euch nur nicht bestimmen von ihnen, dass Wahrheiten und Sichtweisen von negativen Dingen getrübt werden. Die einen dann im persönlichen Leben einschränken.

Wir sind zur Freiheit berufen und nicht zur Knechtschaft. Auch nicht zur Knechtschaft unter unseren Emotionen. Wenn aber, damit greif ich den umgeknickten Fuß wieder auf, wenn aber irgendetwas in der Biographie so völlig schief gelaufen ist, dass das Gehirn sich in dieser Weise programmiert hat, dann lässt sich das natürlich ohne ein göttliches Wunder nicht korrigieren.

Aber auch da lernt man Wälle zu bauen, Dämme zu bauen und man lernt Stück für Stück auch mit dieser neuen Herausforderung, das die Muskelfaser eben gerissen ist, da lernt man eben damit auch umzugehen und ein qualitatives Leben zu führen.

Sagen wir es mal so, es gibt Rollstuhlfahrer, um das jetzt mal aufs Gehirn zu übertragen, es gibt Rollstuhlfahrer die kaputt gehen an der Sache und es gibt Rollstuhlfahrer die fangen an Hand Bike zu fahren, Basketball zu spielen und Sport zu machen. Gemeinschaft zu haben, Geselligkeit zu haben etc.

Also mit einer kognitiven Behinderung geprägt durch die Biographie, mangelndes Vertrauen weil kein Urvertrauen gelegt wurde, dann lernt man damit umzugehen. Und ich kenn Leute die das haben, kein Urvertrauen, aber trotzdem ihr Misstrauen nicht jedem Menschen um die Ohren hauen. Sondern es an anderen Dingen dann festmachen, mit ihrer Logik, mit ihrer Ratio etc. pp.

Es ist also möglich auch mit solchen Dingen zu leben und auch damit glücklich zu werden. Lasst euch da ermutigen, wenn es euch mal schlecht geht, dann wendet euch an Jesus. Der weiß immer was zu tun ist. er kennt dich von oben bis unten, von rechts und links und liebt dich und ist in jedem Fall für dich da, wenn deine Emotionen versuchen dich weiter runter zu ziehen.

Spätestens wenn du es nicht schaffst, fällst du in Gottes Hand.

 

AMEN

 

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gepredigt am 11. August 2013
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