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So, Jul 14, 2013

Noch nicht verlassen

Was soll man von der Welt halten? Sie hat einem Schmerzen zugefügt. Man erkennt nicht dass man selber anderen auch Schmerzen zugefügt hat. Das man vielleicht auch selber zum Prüfungspunkt geworden ist. Wenn ich solche Dinge höre, - und so geht es mir ganz alleine, ich spreche nur für den großen Ausnahmefall, falls ihr mal jemanden kennen lernen solltet der ähnlich tickt. - Wenn ich so etwas höre, dann bekomme ich Angst. Angst vor Gott. Wenn ich dann noch höre das er allmächtig ist, das nichts und niemand einen retten kann aus der möglichen Launenhaftigkeit Gottes, der das Herz des Pharaos verhärtet hat. Dann überkommt mich keine Ehrfurcht, dann überkommt mich Angst. Wenn ich die Krankheiten der Welt sehe, und das bisschen Heilung in Relation betrachte, für mich ganz persönlich. Wenn ich dann diese Relation sehe von Krankheit und Heilung, dann empfinde ich das als sehr wenig.
Duration:49 mins 16 secs

Predigt der Nordlichtlichtinsel-Gemeinde
gesendet über Gemeindesaal
Noch nicht verlassen
gepredigt am 14. Juli 2013
Prediger: derLöwe

 

Das Leben ist hart, konsequent das Wort des Wortes. Ihr sollt nicht schwören, euer Reden soll ein ja sein und ein nein soll ein nein sein. Das ist natürlich jetzt nicht so tauglich für eine latent verlogene Gesellschaft in der Notlügen noch für eine Tugend gehalten werden. - Ich lüg ja nur um jemand anders zu schützen. - Die Wahrheit wird uns frei machen und nicht die kleine Notlüge. Verkappte Autorität.

Es gibt ja Dinge die machen uns manchmal Sorgen, z.B. wenn man im nördlichen Teil Deutschlands lebt und die Sonne dort nicht scheint, dann stellt sich natürlich für den frommen Christen die Frage: Ist dort Sünde? Wenn die Sonne nicht da ist. Was würde man dann denken können über die Holländer? Wenn wir sagen würden, sie haben mehr als genug Glauben. Sie haben nicht nur die Berge weg, sondern sogar ihr ganzes Land liegt unter dem Meeresspiegel, wenn wir das mal so sehen möchten. Und was machen wir dann mit den Bayern? Die die Berge immer noch nicht weg gebetet haben.

Verkappte Autoritäten. Wer hat einem eigentlich etwas zu sagen und wer nicht? Frechheiten, Hausrecht und Gewohnheitsrecht. Gottes Recht.

Autorität, damit kann ja eigentlich in unserem Land recht wenige irgendetwas mit anfangen.

Autoritäten, Gott sagt und Gott tut und wir müssen machen und tun, so in etwa verstehen es viele Christen mit Gott zu leben. Gott als die höchste Autorität ist durchaus in der Lage uns Schmerzen und widrige Umstände etc. pp. Zu zufügen, um uns zu prüfen, das sind dann Dinge die nicht so toll laufen.

Es war einmal jemand der schrieb: Wir haben gesagt, Herr du sollst der Mittelpunkt meines Lebens sein und alles was ich tue soll zu deiner Ehre geschehen.

Aber wehe man bekommt nicht die Anerkennung. Plötzlich haben wir Schmerzen, oder jemand hat unsere Gefühle verletzt. Bevor wir in dieser Situation anfangen zu jammern und Gott anzuklagen, sollten wir erst einmal darüber nachdenken. Vielleicht denkt sich Gott ja: aber hast du nicht gesagt, du willst dass ich verherrlicht werde? Warum jammerst du dann wenn ich Umstände zulasse oder schaffe in deinem Verhalten meinem Namen Ehre zu geben?

Er hat doch tatsächlich nie versprochen dass es für uns immer einfach sein würde. Tatsächlich gehört Leid zum geistlichen Wachstum unverzichtbar hinzu. Wenn wir in der richtigen Art und Weise darauf reagieren.

1.Petrus 5 Vers 10

Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, nachdem ihr eine kleine Zeit gelitten habt, er selbst wird [euch] vollkommen machen, befestigen, kräftigen, gründen.

Ihr müsst für eine kurze Zeit leiden, aber Gott hat euch in seiner großen Gnade berufen, in Gemeinschaft mit  Jesus Christus für immer in seiner Herrlichkeit zu leben. Er wird euch Kraft geben, so dass euer Glaube stark und fest bleibt und ihr nicht zu Fall kommt, schreibt Apostel Paulus.

Weiter schreibt der Autor eines Buches: Vor ein paar Jahren, als ich noch in Neuseeland lebte, war ich einmal mit meinem Wagen unterwegs. Plötzlich fühlte ich einen starken Schmerz hinten im Nacken. Zuerst dachte ich das gewisse Mächte der Finsternis der Grund dafür seien und befahl ihnen im Namen Jesus zu verschwinden. Doch der Schmerz blieb.

Da erkannte ich das nicht der Feind die Ursache meiner Schmerzen war. Also sagte ich: Nun, Herr, ich habe dir gesagt dass ich in allen Umständen, die du für mich auswählst, zu deiner Ehre leben möchte. Wenn ich also nach deinem Willen für den Rest meines Lebens mit dem Schmerz leben soll und du auf diese Weise deinem Namen mehr Ehre machen kannst, dann bitte ich dich um Kraft dafür.

Weiter schreibt der Autor: Und ich meinte dies aus ganzem Herzen. Ich hatte den Eindruck dass ich in dieser speziellen Angelegenheit nicht für Heilung beten sollte. Also fuhr ich weiter und merkte schließlich dass der Schmerz verschwunden war. Ich erkannte dass Gott mich auf die Probe gestellt hat.

Er schreibt weiter: 2. Prüfung. In dieser Situation prüfte mich Gott um zu sehen ob ich weiterhin ihm gegenüber gehorsam bin, was er uns zu tun aufgetragen hat, unabhängig davon wie wir uns fühlen. Jim und ich flogen über Dallas/Texas nach Los Angeles.

Das Flugzeug verlor bei der Landung schnell an Höhe. Und die Folge war dass ich auf dem linken Ohr fast taub wurde. Während der beiden Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen in Dallas kamen noch mehr Ohrenschmerzen hinzu. Diese Schmerzen wurden auf dem Anschlussflug nach Los Angeles so stark, dass Jim mich bei der Ankunft in Los Angeles sofort zu einem Arzt in der Nähe des Flughafen brachte.

Auf dem Weg dorthin betete mein Mann und hatte den Eindruck, dass er solle Psalm 42 Vers 4 vorlesen. Ich konnte mich nicht daran erinnern um was es genau in dieser Botschaft ging, als ich in meiner Situation hören musste: Auch wenn ich selbst allen Mut verliere, du Herr weißt wie es mit mir weitergeht. Ich war zuversichtlich und getröstet.

Der Arzt diagnostizierte eine Durchblutungsstörung im Ohrnerv  und er erklärte das Piloten manchmal darunter litten und dass er wisse dass dieser Zustand sehr schmerzhaft sei. Er sagte er könne mir nichts geben um mir zu helfen, aber im Laufe der Zeit würde der Schmerz von selber wieder weggehen.

Neuneinhalb Stunden nachdem der Schmerz aufgetreten war, ließ er dann auch endlich nach. In meiner stillen Zeit, am nächsten Morgen, gab Gott mir die Erklärung um die ich gebeten hatte.

Psalm 34 Vers 18 + 20

Doch wenn seine Treuen rufen, hört er sie und rettet sie aus jeder Bedrängnis.

Wer dem Herrn treu bleibt, geht durch viele Nöte, aber aus allen befreit ihn der Herr.

 

Sind wir doch mal ehrlich, da geht einem schon ein bisschen die Klammer. Wie heißt es so schön; der Herr lässt es regnen über die Gerechten und die Ungerechten. Der Herr lässt die Sonne aufgehen über die Ungerechten und die Gerechten. Ja, was soll man denn davon halten?

Das ist jetzt nicht wirklich so ermutigende Dinge die uns jetzt sagen, schön dass es zuerst über uns regnet und schön das zuerst die Sonne bei den Heiden aufgeht. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Damit will ich jetzt nicht sagen dass wir hier in Mainz die Heiden sind und im Norden sind es die Christen. Auch wenn es danach klingt, aber so ist es nicht.

Was ist wenn das Auge trüb wird, inoperabel, wenn man blind wird? Was ist wenn man einen kleinen Unfall hat und im Rollstuhl landet? Was ist wenn man arm ist?

Wenn wir von Autorität hören, der oder die hat was zu sagen. Da gehen glaube ich, schätzungsweise, in unserer Gesellschaft locker neunzig Prozent auf die Barrikaden. Irgendwie können das in unserem schönen, warmen, heißen, kalten, wunderschönem Deutschland nicht so viele leiden, dass ihnen irgendjemand irgendetwas zu sagen hat. Sie möchten ihr eigenes Ding machen, möchten das Sagen haben, möchten Autorität haben, möchten aber nicht die Konsequenzen der Autorität tragen.

Das alles geht so einher mit dem individuellen Wunsch der Besonderheit. Ich bin etwas Besonderes, ich entscheide dies, das und jenes, selbst über den Kopf der Anderen hinweg.

Gott, in vielen Gottesdiensten ist, was den Tatsachen entspricht, ein Gott der Barmherzigkeit, ein Gott der Liebe.

Das mit der Autorität, das ist ein ganz schweres Eisen. In unserem Land bedeutet Autorität erst mal nichts Gutes. Autorität wird meistens mit autoritär gleich gesetzt.

Autorität. Was soll man von der Welt halten? Sie hat einem Schmerzen zugefügt. Man erkennt nicht dass man selber anderen auch Schmerzen zugefügt hat. Das man vielleicht auch selber zum Prüfungspunkt geworden ist.

Man möchte nicht dass irgendjemand das Sagen hat. Das funktioniert nicht, außer man ist selbst derjenige oder diejenige. Und wenn dann die Seele ein gewisses Martyrium erfahren hat, auch durch Vernachlässigung, dann nimmt man das Bild von Autorität mit und projiziert es auf Gott.

Wenn man dann solche Geschichten hört, wie ich sie auch schon gehört habe. Wo dann ein großer Prediger war, der dann sagte: ja, da hab ich gesündigt und auf einmal bin ich in Schmerzen zusammen gebrochen, ich konnte mich nicht mehr halten, ich konnte nichts mehr tun, gar nichts mehr tun.

Dann hat Gott offenbart, dass dieses die Strafe für ein sündhaftes Verhalten gewesen ist. Und als ich das dann öffentlich bekannt habe, da ließ der Schmerz auch nach.

Wenn ich solche Dinge höre,  - und so geht es mir ganz alleine, ich spreche nur für den großen Ausnahmefall, falls ihr mal jemanden kennen lernen solltet der ähnlich tickt. - Wenn ich so etwas höre, dann bekomme ich Angst. Angst vor Gott. Wenn ich dann noch höre das er allmächtig ist, das nichts und niemand einen retten kann aus der möglichen Launenhaftigkeit Gottes, der das Herz des Pharaos verhärtet hat. Dann überkommt mich keine Ehrfurcht, dann überkommt mich Angst.

Wenn ich die Krankheiten der Welt sehe, und das bisschen Heilung in Relation betrachte, für mich ganz persönlich. Wenn ich dann diese Relation sehe von Krankheit und Heilung, dann empfinde ich das als sehr wenig.

Flüche, Gebundenheiten, Dinge die unerklärlich sind. Wieso?

Wir reden von einem Gott der Liebe. Aber dann…

Man merkt dass, ich merke dass Heilung weit weg ist. Ich, für mich merke, dass andere Menschen unter den Wunden meiner Seele manchmal leiden müssen. Ich, für mich, merke dass ich Bücher lese in angrenzenden Thematiken, dass mir manchmal der Glaube fehlt. Dass mir manchmal vielleicht auch der Heilungswunsch fehlt.

Irgendeinen Grund muss es ja geben dass die Seele noch so zerrüttet ist wie sie ist. - Bei mir ganz alleine.- Und ich mich dann frage, bei anderen geht es, bei mir geht es nicht.

Finanziell immer so im Rahmen, und dann hör ich die Prediger, - ich persönlich -  dass die die in Wohlstand leben eher im Willen Gottes sind. Denn Gott schafft keine Armut, Gott segnet.

Dann schaue ich auf andere Christliche Projekte, die blühen, die expandieren und dann kommt – nur bei mir- die Frage auf, will ich diesem Gott eigentlich folgen? Wo liegt der Hund begraben? Wo ist der Fehler in meiner Existenz? Wo ist die Reißleine die ich ziehen kann, dass der so viel versprochene Segen des Herrn über mein Leben kommt?

Und wenn etwas geschieht, - das ist nur bei mir so – was Gott getan hat und es gut gewesen ist, bin ich dann in der Lage, in meiner Sehnsucht etwas richtig zu tun? Weil ich immer alles falsch gemacht habe in meiner Kindheit, in meiner Jugend, in meinem jungen Erwachsensein, in meinem älteren Erwachsensein und jetzt im Wendepunkt des älter werdens.

Wie ist das? Man krebst rum, was löst es aus? Ist das Leben lebenswert? Was ist wenn die Krankheiten kommen? Was ist wenn du merkst du hast eine tödliche Krankheit und du weißt du wirst sterben? Und du weißt wie lange es ungefähr noch dauert.

Dann kommt die Frage auf, warum? Was hab ich getan? Gott wirkt durch dich – durch mich – irgendetwas Gutes. Und dann diese innere Sehnsucht, etwas richtig gemacht zu haben, etwas gut gemacht zu haben, ein Lob das verwehrt geblieben ist.

Vielleicht entspricht es auch den Tatsachen dass man nie irgendetwas Gutes getan hat. Das ist durchaus möglich, man weiß es ja nicht. Man kriegt ja nur das Feedback und die Reaktionen.

Und wenn wir dann- ich dann- gucke dass ich mir den Erfolg auf die Fahne schreiben will, aus meiner Sehnsucht heraus etwas richtig oder gut zu machen, ist dann der Herr erzürnt? Tut nichts mehr Gutes, weil ich es versäumt habe ihm alleine die Ehre zu geben? Lässt es dann nach?

Damit noch nicht genug, dann hör ich Prediger sagen, dir fehlt Glaube, dir fehlt Vertrauen, die fehlt Demut. Und du bist nicht weil du nicht willst, und weil du nicht willst kann Gott nicht so durch dich wirken dass andere etwas von Gott empfangen können.

Nun, ich bin lange genug auf der Nordlichtinsel um meinen eigenen Predigten und Seminaren zu zuhören, dass ich wenigstens so intellektuell weiß, vielleicht ist das gar nicht so richtig was er da so sagt.

Aber die andere Seite ist noch da. Diese Seite die mich dann irgendwie ermutigt mein Gesicht in den Spiegel rein zu schlagen, dass es in tausend Teile zerspringt und dann zu sagen, du Arschloch. Du verdammtes dreckiges Arschloch, wer und was bist du eigentlich?

Wo ist dieser Gott der Liebe, bitte? Wo war er? Man entdeckt die Flüche. Man spart für irgendetwas, auf einmal geht alles kaputt. – ist nur bei mir so – Bei meinem Bücherregal hab ich eine Hintergrundbeleuchtung; ich setze mir ein Ziel für etwas Wichtiges zu sparen, natürlich geht das Dingen kaputt. Dann ist was anderes kaputt, was mich locker 250€ kosten wird.

Auf einmal merkst du – ich merke dann – es funktioniert nicht. Du gibst dir Mühe für Menschen da zu sein und dann sagen dir die Menschen, von da kommt nur Böses und Schlechtes. Hier hab ich nur Böses und Schlechtes erfahren.

Als jemand der weiß was für Kräfte in ihm sind, weiß ich, auch das Böse kommt durch, natürlich, selbstverständlich.

Du gibst dir Mühe, du machst und tust und erlebst dann über Jahre dass das was du tust keinen Erfolg hat. Und wieder kommt die quälende Frage hoch. Wo ist dieser vielgepredigte Gott? Wo ist er? Was ist damit?

Hier läuft es nicht, da läuft es nicht, da funktioniert es nicht, dies geht nicht, das geht nicht. Der Fresser rückt an, wie die Heuschrecken frisst er dir die Kohle aus der Tasche. Und dann wirst du angegriffen weil du Chef bist, das reicht als  Grund. Fremde, Bekannte, nahe und ferne.

Wo ist dieser Gott? Was ist wenn sein Zorn mein Leben erreicht? Wenn er nun sagt, ich habe genug von dir? 

Der große Erweckungsprediger der wird jetzt sagen, Gott hat nie genug von dir, niemals hat er genug von dir. Als hätten sie vergessen was im Römerbrief im ersten Kapitel steht:

Und sie kannten Gottes Weisheit und Wahrheit, nahmen diese nicht an und Gott hat sie dahin gegeben in ihre sündhafte Natur. So entbrannte der Leib des Mannes gegen den Leib des Mannes und der Leib der Frauen gegen den Leib der Frauen und sie taten den unnatürlichen Akt zu einander.

Entbrannten ist in dem Fall ein Ausdruck für sexuelle Lust. Heißt das nun dass alle homosexuell empfindenden Menschen Gottes Gnade abgelehnt haben? Gottes Weisheit abgelehnt haben? Ich habe darauf keine Antwort.

Meine Antwort die ich darauf geben würde wäre wie folgt; ich weiß es nicht, aber es ist durchaus möglich dass das zu einem großen Teil auf manche zutrifft, auf andere nicht. Aber wissen kann ich das nicht, es gibt einfach Dinge die nur Gott alleine weiß.

Deutschland. Autorität. Respekt. Ehre. Achtung. Hat keinen Wert. War es früher doch mal irgendwie so etwas wie eine kleine Altersversicherung Kinder in die Welt zu setzen, ihnen eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Die dann wiederum aus echter Liebe heraus, dir ein schönes Altwerden ermöglichten.

Das ist ja heute eher nicht mehr so der Fall. Kinder werden in die Rolle von Erwachsenen gedrängt; machen laut Werbung ihre Eltern darauf aufmerksam dass sie eine Altersvorsorge haben sollten, normalerweise Dinge mit denen ein Kind überhaupt keine Berührungspunkte haben sollte.

Jeder will das hellste Licht der Welt sein, hier komme ich. Ich, meine, mir, selbst, wo ist Gott?

Wo ist Gott? Krieg, Hunger, Zerstörung, Neid, Wut Hass? Aber das religiöse Gefühl wollen wir ja noch streicheln.

Was ist wenn ich mich Gott ganz in die Hand gebe? Ich habe in den Händen meiner Eltern gelebt. Wenn Gott das zugelassen hat, es vielleicht sogar eine Vorherbestimmung ist. Das du bestimmt dazu warst – bzw. ich – dass das passiert ist. vielleicht war es ja eine Bestimmung und Berufung.

Ihr denkt das ist eine Nonsens Geschichte? Nein, nein das hab ich schon gehört. Ja, das war Gottes Plan für dein Leben, damit du in der Lage bist auf diese Art und Weise zu empfinden, deswegen musste Gott das so und so tun. damit du dazu in der Lage bist. Damit du anderen die in einer ähnlichen Situation bist helfen kannst.

Dann denkst du nach – ich denke nach – der Weg Gottes, der Pfad Gottes, in Gerechtigkeit, in Frieden, Liebe und Barmherzigkeit, aus mangelndem Glauben finanziell total arm, aus mangelndem Glauben immer noch eine kaputte Seele. Aus mangelndem Glauben dies, das und jenes. Und weil ich nicht glaube Erfolg, wo ist er?

Weiß noch irgendjemand wovon ich grad rede? Uns fehlen die Antworten.

Was ist wenn es wahr ist? Was ist wenn man es wirklich verdient hat? Was ist damit? Was ist wenn man es verdient hat? Was ist wenn das ein verflixter kosmischer Unfall gewesen ist, dass ausgerechnet ich Idiot die schnellste Spermie von Millionen gewesen bin? Mist, 3 km/h langsamer und der Welt wäre ein fürchterliches Elend erspart geblieben.

3 km/h weniger, und vielleicht wäre dann ein neuer Henoch entstanden, der so eng mit Gott ging das Gott ihn einfach bei sich haben wollte und von dieser Erde genommen hat. Oder ein neuer Eila den Gott so geehrt hat dass er ihn mit einem Feuerwagen von der Erde geholt hat. Mit feurigen Rössern, mit einer feurigen Kutsche.

Diese Dinge beinhalten nun mal Wahrheit. Diese Fragen die nehmen wir ernst. Nein, so dürfen wir nicht denken, nein, so dürfen wir nicht fühlen. Nein, so kann es nicht sein, nein, nein, nein auf gar keinen Fall. Das geht nicht. Da in eine laute Stimmung zu kommen und es zu sagen; dann kommt der Blitz des Herrn.

Ich bete oft das Gott mich doch endlich von dieser Erde nimmt. Und es ist kein ermutigender Gedanke für mich, dass Gott noch irgendetwas mit mir vorhaben könnte. Es ist auch kein ermutigender Gedanke dass ich von fünftausend blöden Sätzen mal einen tollen Satz gesagt habe. Auch das ist kein ermutigender Gedanke.

Es ist auch kein ermutigender Gedanke in seinen Gedankendingen fest zu hängen und dann dafür einmal fürchterlich Rechenschaft abgeben muss. Wie heißt es so schön, für jedes unnütz gesprochene Wort wird der Mensch Rechenschaft abgeben müssen. Was du säst wirst du ernten.

Wisst ihr was das einzig komische an dieser Sache ist? Ich sag´s euch, das einzig komische an dieser Sache ist, das Gott mich noch nicht hat fallen lassen.

Ich rechne mal hoch, wenn ich Glück habe und er mich, mit dem  was ich bis jetzt gelebt habe noch nicht hat fallen lassen; vielleicht hab ich ja Glück und er lässt mich in einer Stunde auch nicht fallen. Oder in zwei, oder in zwei Tagen, oder in zwei Jahren.

Wenn der Heilige Geist sich jetzt noch nicht verabschiedet hat, dann wird er vielleicht auch in einer Stunde sich nicht verabschieden, vielleicht auch nicht in zwei, drei, vier, fünf Tagen.

Wenn ich die Summe dessen berechne, wenn ich das hochrechne, dann muss ich gestehen, dass in all meinem Unglauben, in all meinen Ängsten, in all meinen Nöten, dieser Gott mich noch nicht verlassen hat. Noch nicht.

Wenn ich auf das Sündenregister zurück blicke, Worte, Taten, Gedanken, Gefühle, komische Bilder, ich würde gern, täte gern, lache gern. Dann guck ich zurück; und nein, bis jetzt ist er immer noch da. Er ist bis jetzt noch da.

Reziprok Frage wäre dann, wenn er denn noch da ist; so hoffen wir, so beten wir, so bitten wir; ist dann das daraus folgende, was nicht läuft, was bei anderen aber läuft, Gericht, Strafe, inkorrektes Verhalten daraus resultieren dann Konsequenzen? – Schwierig.

Das ist eine ganz, ganz schwierige Geschichte, aber eines ist dennoch da. Ob Gericht oder nicht, ob Fluch oder nicht, ob Segen oder nicht, er ist immer noch da.

Wie das in einer Stunde aussieht, wir wissen es nicht. Wie es in zwei Stunden aussieht, wir wissen es nicht. Aber wir können zurück blicken, dann hören wir die Stimme, das Maß der Sünde ist voll. Und das stärkt so ein bisschen das Gefühl von Sicherheit, das Gefühl von  Glück gehabt, Schwein gehabt, irgend sowas in der Richtung. Wisst ihr was ich meine?

Selbst in der tiefsten aller Krisen, bist du Gott, uns Menschen nah. Dass, am Ende unserer Tage, scheint dein Licht uns hell und klar. Selbst den Tod schickst du ins Leben, schenkst uns Kraft, schenkst die Zeit.

Es gibt, glaube ich, keine gute oder reguläre Antwort  für das was passiert ist, für das was geschehen ist. vielleicht gibt es da nie eine Antwort drauf, vielleicht. Vielleicht kommt die Antwort irgendwann einmal. Aber bis die Antworten da sind können wir nur spekulieren.

Gott ist der Selbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Wir können darüber nur spekulieren. Aber eines haben wir erfahren, auch wenn wir manchmal so sind wie wir sein können, hat uns Gott bis jetzt noch nicht verlassen.

Und das kann ich für mich ganz ehrlich sagen, bis jetzt noch nicht. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Da kann ich drüber nachdenken. Aber ob das Ergebnis meiner Gedanken das Richtige sein wird, dass weiß ich nicht.

Aber eines ist beobachtbar, er hat uns bis jetzt noch nicht verlassen. Und ich fürchte, wär ich Gott, hätte ich mich schon sehr schnell verlassen. Also muss es da einen Unterschied geben, zwischen Gottes Wahrnehmung und meiner Wahrnehmung, zwischen Gottes Herz und meinem Herz. Zu Gottes Interpretation und meiner Interpretation muss es einen Unterschied geben.

Einen Unterschied der mir sagt, ich hätte mich schon längst verlassen, einen Unterschied, das Gott sagt, ich habe dich noch nicht verlassen. Da mag sich manch einer über das Wort – noch – echauffieren, wir wissen es ja nicht. Aber eines wissen wir, er hat uns bis jetzt noch nicht verlassen.

Und das obwohl dieses geschehen ist, jenes geschehen ist, obwohl wir diesen Mist gebaut haben und jenen Mist gebaut haben, obwohl wir da lieber sündigen wollten als irgendetwas anderes zu tun usw.

Aber er hat uns bis jetzt noch nicht verlassen, keinen von uns. Diese Realität, so klein sie auch ist, kann sehr hoffnungsvoll sein.

Das was wir denken, was wir an Strafe schon längst hätten bekommen müssen, sanktionell betrachtet, ist nicht so eingetroffen. Er hat uns bis jetzt noch nicht verlassen.

Und wenn ich das auf die letzten zehn bis zwölf Jahre meines Christseins zurück verfolge, stell ich fest, es gab viele Gelegenheiten für Gott, ohne Probleme und mit vollem Recht, zu sagen, mach den Stiefel, das war´s dann. Das ist noch nicht passiert.

Dann ist man in seiner verletzlichen Wut, und dann kommt auf einmal diese ganz kleine, nicht immer, nicht bei jedem, aber so dann und wann, hier und dort, wenn die Luft am dicksten ist, dann ist es vielleicht diese eine kleine Prise frischer Wind. Die einen vielleicht für einen kurzen Moment innehalten lässt, ein ganz kurzer Moment der Begegnung. Auch das hat nie nachgelassen.

Und ich denke ich bin nicht der Einzige mit dieser Erfahrung. Das dann und wann, wenn die Grube tief war, das Wasser hoch war, man auf einmal im Wasser einen kleinen Stein gefunden hat auf den man sich stellen konnte. Vielleicht auch nur mit den Zehenspitzen drauf, ein bisschen rudernd. Aber ohne diesen Stein wäre man ganz abgesoffen.

Ein kleiner Strohhalm der auf einmal runterkam, an dir vorbei schwamm, man ihn ergriffen hat. Diese Dinge sind auch wahr. Und das obwohl wir die Dinge getan haben die wir getan haben. Zum Guten wie zum Schlechten.

Zwei Dinge halten wir fest. Gott hat uns bis jetzt noch nicht verlassen, nun hoffen wir mal dass er das in der nächsten Stunde auch nicht tut, oder in den nächsten zwei, oder drei, oder in einer Woche, ein paar Monaten.

Das Andere ist, diese barmherzige, kleine, liebevolle Stimme, die manchmal ins Herz durchdringen kann, nicht immer aber manchmal. Die einem Kraft gibt, noch einmal kurz Ruhe gibt. Die uns kurz innehalten lässt. Die uns für einen ganz kurzen Moment das gelebte Gefühl gibt, der Papa im Himmel ist bei uns.

Ganz kurz, aber doch total prägend, aber total kurz. Diese Art von Liebe ist für mich nicht nachvollziehbar – da steh ich wahrscheinlich auch ganz alleine auf weiter Flur – aber für mich nicht nachvollziehbar.

Und das kann ich auch glauben, dass es so sein könnte. Denn mein Urteil über mich, meine Meinung über mich scheint eine ganz andere zu sein als die von Gott.

Die Welt ist manchmal ganz schön Kacke, aber nicht Gott. Aber nicht Gott. Aber. Nicht. Gott.

 

AMEN

www.dieNordlichtinsel-Gemeinde.com

 

Predigt der Nordlichtlichtinsel-Gemeinde
gesendet über Gemeindesaal
Noch nicht verlassen
gepredigt am 14. Juli 2013
Prediger: derLöwe

 

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